Flächen- und Massenermittlung aus der Punktwolke

Mengen- und Massenermittlung

Typische Einsatzgebiete

Mengen- und Massenermittlung

  • Exakte Mengen für Ausschreibung, Kalkulation und Vergabe.
  • Richtige Massen bedeuten vergleichbare Angebote und weniger Nachträge.
  • Fassadenflächen, Fensterlisten und Raumbücher aus einer Punktwolke.

Flächenarten und ihre Grundlagen

Die Brutto-Grundfläche umfasst die Konstruktion, die Netto-Grundfläche die Rauminnenflächen. Die Nutzfläche folgt der Definition des § 2 WEG 2002. Welche Bereiche innerhalb eines Raumes zur Nutzfläche gezählt werden und welche nicht, wird z. B. innerhalb der ÖNORM B 1800 festgelegt und kann daraus oder aus anderen Fachpublikationen abgeleitet werden.

Massenermittlung und Raumbuch

Für Sanierung und Ausschreibung bereiten wir die erhobenen Daten als Mengen- und Massenermittlung auf: Fassadenflächen, Fensterlisten, Raumbücher. Präzise ermittelte Massen bedeuten vergleichbare Angebote und weniger Nachträge auf der Baustelle. Die Massen stammen aus demselben 3D-Modell wie der Plan und sind deshalb untereinander konsistent.

Verwendung in der Liegenschaftsbewertung

Die Flächenermittlung dient als Grundlage für Parifizierungsgutachten ebenso wie zur Bestimmung von Miet- und Verkaufswerten. Bei Ankaufsprüfungen ist sie oft der einzige Weg, die im Exposé angegebenen Flächen zu verifizieren. Abweichungen zwischen Exposé und Istmaß wirken sich unmittelbar auf den Kaufpreis pro Quadratmeter aus.

Vorabstimmung vor der Laservermessung

Entscheidend ist, dass Sie uns die benötigten Flächen- und Massenermittlungen bereits bei der Anfrage mitteilen. Standardmäßig werden bei der Laservermessung nicht alle Daten vollumfänglich aufgenommen; die Scan-Einstellungen und die Anzahl der Standpunkte richten sich nach dem Auswertungsziel. Nachträgliche Wünsche können einen zweiten Aufnahmetermin erfordern. Wichtig ist hierbei außerdem, dass Massenermittlungen, die über Raumflächenaufstellungen hinausgehen – etwa Wand- und Fassadenflächen –, ein dreidimensional modelliertes Gebäudemodell erfordern.

Das Raumbuch listet je Raum die Fläche und – auf Wunsch – die exakten Boden-, Decken- und Wandbeläge sowie wesentliche Ausstattungsmerkmale auf. Es ist die Grundlage für Sanierungskonzepte oder Denkmalschutzdokumentationen. Für die Erfassung der Beläge sind bei der Aufnahme ergänzende Notizen und Fotos erforderlich.

Punktwolke eines Gebäudes – Grundlage für Fassadenflächen und Fensterlisten

Häufige Fragen

Was ist in der Standard-Flächenaufstellung enthalten?

Die Standard-Flächenaufstellung wird bei jedem Bestandsplan mitgeliefert und weist die Nutzflächen sowie Raumhöhen je Geschoß und je Einheit aus. Tiefergehende Angaben – etwa Wandflächenmassen oder -verkleidungen, Raumumfänge, Belagsarten oder Ausstattungsdetails im Raumbuch – sind nicht enthalten und müssen vor der Aufnahme gesondert beauftragt werden. Hierfür sind meist detaillierte Laserscan-Aufnahmen sowie eine dreidimensionale Modellierung notwendig.

Kann ich Flächen nachträglich anders ausgewertet bekommen?

Teilweise. Was in der Punktwolke erfasst ist, lässt sich neu auswerten. Was beim Scan nicht miterhoben wurde – etwa Belagsdetails oder verdeckte Bereiche – lässt sich nachträglich nicht rekonstruieren. Selbiges gilt für Massen, die nur aus einem 3D Modell extrahiert werden können. Deshalb klären wir das Auswertungsziel vor der Aufnahme.

Stand: August 2026

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